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Biolandwirtschaft schützt Wassereinzugsgebiet

Mitglied von Asproinca
SWISSAID arbeitet in der kolumbianischen Kaffeezone seit einigen Jahren mit der Organisation Asproinca zusammen, einer Vereinigung indigener und kleinbäuerlicher Produzentinnen und Produzenten. 400 Bauernfamilien haben sich der Organisation angeschlossen. Hauptanliegen von Asproinca ist die Förderung der Bio-Landwirtschaft. Zudem sollen sich die Familien selber organisieren lernen. Mit diesem Ansatz gelang es in der Vergangenheit, sowohl die Ernährungssicherheit zu gewährleisten als auch den Familienmitgliedern bezahlte Arbeit zu verschaffen und damit die Abwanderung in die Städte oder ins Ausland einzudämmen.

Diese positiven Erfahrungen will die Organisation nun für die Förderung der Arten- und Sortenvielfalt sowie für den Wasserschutz nutzen. Deshalb richtet sich die Organisation neu auch darauf aus, drei kleinere Wassereinzugsgebiete zu schützen. Erste Erfolge lassen sich sehen: Gemeinsam mit den lokalen Behörden (so genannte cabildos indígenas), Schulen, Gesundheitsposten sowie den Familien wurden Pläne erarbeitet, die die Nutzung des Landes festlegen. Schwerpunkte bilden die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft, der Schutz von Quellen und Bachläufen, die geordnete Abfallentsorgung sowie die Klärung von Hausabwässern.

Zentral ist die Information, die Sensibilisierung und Ausbildung. Ebenso wichtig ist die Organisation der Familien in Umweltkomitees. Frauen und Jugendliche werden besonders gefördert und bewusst einbezogen.

Die fruchtbare Zusammenarbeit mit den lokalen Verwaltungen kann als grosser Erfolg gewertet werden. Denn diese finanzieren teilweise die Umsetzung der Pläne und unterstützen damit ein Entwicklungsmodell, das auf die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ausgerichtet ist – dies im Gegensatz zu vielen andern Lokalregierungen, die häufig eine grossflächige, arbeitsteilige Exportlandwirtschaft fördern.

Beim Schutz der Wassereinzugsgebiete gelang es den Bauernfamilien, 24 Quellen zu schützen. Die Gemeinden erwarben das Land um die Quellen oder die Eigentümer verpflichteten sich zur Wiederaufforstung und Einzäunung. 50 Bauernfamilien arbeiteten Pläne zur Umstellung auf Bio-Produktion aus. Überdies konnten 19 Biogasanlagen in Betrieb genommen werden, was der Verschmutzung der Bäche und Quellen durch Haus- und Nutztierabwässer verminderte. Auf 28 Höfen haben die Familien einfache Kläranlagen installiert, in denen die Abwässer über Substrate und Pflanzen gefiltert werden.

Die Investitionen in die Höfe werden zur Hälfte von SWISSAID finanziert, wobei sich die Familien verpflichten, die Gelder mit Arbeit im Quellenschutz abzuleisten. Zur Deckung der übrigen Kosten müssen die Familien beim Kreditfonds ein Darlehen aufnehmen. Die zurückbezahlten Gelder kommen anderen Familien zu gute.
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Kurs über Gentechnik
Mit 60 Franken können Sie eine Weiterbildungs-veranstaltung für lokale, indigene Führungskräfte über genetische Ressourcen und die Gefahren der Gentechnik in der Landwirtschaft unterstützen.
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Hilfe für sauberes Abwasser
Mit 500 Franken können Sie eine einfache Kläranlage für einen Bauernhof finanzieren. Dies schützt das Grundwasser und die Quellen.
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