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Tschad setzt Pilatus-Flugzeuge in Darfur ein

17. Januar 2008. Der Einsatz von Flugzeugen der Stanser Pilatus-Werke in Darfur löst in der Schweiz eine heftige Kontroverse aus. Die tschadische Luftwaffe hatte einen über Frankreich gelieferten PC-7 mit vollautomatischen Kanonen bewaffnet und wahrscheinlich gegen tschadische Rebellengruppen eingesetzt, die in Darfur ihre Basen haben. Abklärungen des Seco und des EDA ergaben zudem, dass auch der 2006 von der Schweiz direkt gelieferte PC-9 mit den für eine Bewaffnung notwendigen Aufhängevorrichtungen versehen wurde. Laut Seco ist es „sehr wahrscheinlich“, dass die Maschine auch bewaffnet wurde.

SWISSAID hatte die Lieferung von waffenfähigen Pilatus-Flugzeugen in Krisengebiete wie den Tschad wiederholt kritisiert - mit dem Argument, diese Flugzeuge würden trotz anders lautenden Verträgen oft nachträglich bewaffnet und auch eingesetzt. „Unsere Befürchtungen haben sich nun bestätigt“, erklärte SWISSAID-Geschäftsleiterin Caroline Morel nach den Enthüllungen in Tschad und Darfur.
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