In vielen Ländern ist nicht oder nur teilweise bekannt, wie viel Geld die Regierung für die Vergabe von Förderlizenzen oder durch Konzessionsabgaben einnimmt.
Wüsste man aber, wer wem wieviel für was zahlt, könnte die Bevölkerung ihre Regierung auch für Verbleib und Verwendung des Geldes zur Rechenschaft ziehen. Und so liesse sich erreichen, dass das Geld vermehrt zur Reduktion der Armut und für nachhaltige Entwicklung verwendet wird - ein Ziel, für das sich SWISSAID seit Jahren einsetzt. In den Ländern, in denen wir aktiv sind, aber auch durch die aktive Unterstützung zweier globaler Initiativen.
Der „Extractive Industries Tansparency Initiative“ (EITI) haben sich auf freiwilliger Basis Staaten, Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft angeschlossen. Die Produzentenländer müssen sich einem komplexen Prozedere unterziehen, um als EITI-Land akzeptiert zu werden. Die Schweiz wird der Initiative bald als „Unterstützer“ beitreten.
Die „Publish What You Pay“-Kampagne (Publiziere, was Du zahlst) umfasst Nicht-Regierungs-Organisationen und hat ähnliche Zielsetzungen wie EITI. Doch sie geht einen wichtigen Schritt weiter und verlangt, Transparenz in den Zahlungsströmen müsse auf internationaler und nationaler Ebene gesetzlich verankert und damit auch einklagbar werden. Damit soll verhindert werden, dass sich Firmen und Staaten mit Unterstützung der freiwilligen Vereinbarungen ein „Feigenblatt“ umhängen können, ohne wirklich aktiv zu werden.




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